Seit Anfang 2017 können bei Google AdWords nur noch die sogenannten Expanded Text Ads angelegt werden. Insbesondere in Konten, die vor diesem Zeitpunkt angelegt wurden, sind jedoch häufig noch die veralteten Standardtextanzeigen vorhanden. Wie man schnell überprüfen kann, ob und wie viele erweiterte Textanzeigen bereits vorhanden sind, erfahren Sie in diesem Artikel.
Der offensichtlichste Unterschied der Expanded Text Ad bzw. Erweiterten Textanzeige (oder kurz ETA) zum alten Standard Textanzeigenformat liegt in der Aufteilung und Länge von Überschrift(en) und Beschreibung. Wo vorher nur eine Headline mit 25 Zeichen zur Verfügung stand, können jetzt zwei Überschriften mit je 30 Zeichen verwendet werden. Auch die Länge der Beschreibung ändert sich von zwei je 35 Zeichen langen Feldern zu einer einzigen max. 90 Zeichen langen Beschreibung. Des Weiteren kann die angezeigte URL mit zwei selbst erstellten Pfaden noch besser auf beispielsweise Marken oder Produktkategorien angepasst werden.
Seit Mitte 2018 können zur erweiterten Textanzeige außerdem noch ein dritter Anzeigentitel sowie eine zweite Beschreibungszeile hinzugefügt werden. Diese Headline 3 und Description 2 sind optional. Es empfiehlt sich jedoch, dieses noch längere Anzeigenformat immer zusätzlich zu den normalen, kürzeren ETAs anzulegen, da die langen ETAs immer noch nicht überall ausgespielt werden.
Beide Varianten der Expanded Text Ad sind somit mehr als 50% Prozent größer als Standard Textanzeigen und bieten damit nicht nur eine größere Werbefläche zur Produkt- und Markenkommunikation. Auch werden in vielen Fällen höhere Click-Through-Raten (CTR) bei vergleichsweise niedrigeren durchschnittlichen Kosten pro Klick (CPC) beobachtet. Allerdings hängt die Signifikanz des Performance-Unterschieds häufig auch vom betrachteten Beispiel ab. Zusätzlich zur Ausspielung im Suchnetzwerk können Expanded Text Ads außerdem auch im Displaynetzwerk eingesetzt werden.
Der Startschuss für das mittlerweile gar nicht mehr so neue Anzeigenformat fiel bereits am 31. Januar 2017. Trotzdem sind gerade in lange bestehenden und großen Konten noch nicht alle Anzeigen auf das neue Format umgestellt - geschweige denn, dass mindestens 3 erweiterte Textanzeigen vorhanden sind, wie Google empfiehlt. Damit kommen wir zur eigentlichen Herausforderung: Das neue AdWords Interface liefert (bisher) keine Übersicht über die Anzahl der erweiterten Textanzeigen. Zwar kann man sich unter Berichte > Vordefinierte Berichte (Dimensionen) > Einfach > Anzeigengruppendetails > Spalte Anzeigen: aktiv einen Überblick über die Anzahl der Anzeigen pro Anzeigengruppe verschaffen, jedoch wird auch hier nicht zwischen Standard- und erweiterter Textanzeige unterschieden. Lediglich der AdWords Editor gibt Aufschluss über die Anzahl der ETAs. Insbesondere bei großen Konten ist dies jedoch kein effizienter Weg zur Überprüfung, da man hierfür in jede einzelne Anzeigengruppe klicken müsste. Daher haben wir zwei Tipps, wie man schnell und einfach überprüfen kann, wie viele ETAs in einzelnen Anzeigengruppen vorhanden sind.
Die einen lieben Excel, die anderen nicht so sehr. Im Hinblick auf erweiterte Textanzeigen ist Excel aber ein hilfreiches Tool, das den meisten sowieso zur Verfügung steht. Kombiniert mit dem AdWords Editor kann man in wenigen Schritten herausfinden, wie viele (aktive) ETAs vorhanden sind:
Die Anzahl der Headline 1 gibt an, wie viele ETAs in der jeweiligen Anzeigengruppe vorhanden sind. Mit einer bedingten Formatierung lassen sich außerdem die Anzeigengruppen hervorheben, die weniger als 3 erweiterte Textanzeigen enthalten. Die Pivot-Tabelle zeigt jedoch nicht, welche Anzeigengruppe noch gar keine erweiterten Textanzeigen hat. Ähnlich kann man natürlich auch bei der Suche nach langen ETAs vorgehen. Hier müsste lediglich Anzahl von Headline 3 als Wert eingestellt werden.
Einen Überblick über den Stand der erweiterten Textanzeigen im eigenen Account kann man sich auch über AdWords Skripte verschaffen. Ein Skript, dass sich hier als hilfreich erwiesen hat, ist der ETA Migration Checker von Martin Röttgerding. Der Vorteil gegenüber Excel ist, dass auch Anzeigengruppen ohne erweiterte Textanzeigen angezeigt werden. Hierfür den Skript Code (zu finden unter "Das Skript") kopieren und im (neuen) AdWords Interface unter Einstellungen > Skripts auf das blaue Plus klicken, um ein neues Skript hinzuzufügen. Den kopierten Code dann im Freifeld einfügen. Im vorgeschlagenen Skript müssen, sofern es auf Account Ebene eingesetzt wird, keine weiteren Änderungen vorgenommen werden. Nach Klick auf die Schaltfläche Erstellen muss das Skript erst autorisiert werden, bevor es über Vorschau ausgeführt werden kann.
Achtung: Wie lange das Skript laufen muss, um ein Ergebnis zu erhalten, hängt von der Größe des zu überprüfenden Accounts ab. Skripte können jedoch nur maximal 30 Minuten am Stück laufen.
Ist das Skript fertig durchgelaufen, kann unter Protokolle ein Link zu einem Google Sheet aufgerufen werden. Dort sieht man, wie hoch der Anteil der ETAs im gesamten Konto ist und wie viele Anzeigengruppen mindestens eine ETA haben. Am hilfreichsten für die letztendliche Umstellung auf Expanded Text Ads ist die Übersicht, wie viele erweiterte Textanzeigen in jeder einzelnen Anzeigengruppe vorhanden sind oder wo sie noch gänzlich fehlen. Auf das neuere, verlängerte Format ist das Skript jedoch noch nicht ausgelegt.
Egal ob mit Excel oder mit Hilfe eines Skripts - beide Tools verschaffen einen relativ schnellen Überblick über den Stand der Anzeigen und vermeiden, jede Anzeigengruppe im Editor durchklicken zu müssen. Die Erstellung neuer Anzeigen kann trotzdem je nach Kontoumfang einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Langfristig sollte eine Umstellung auf das erweiterte Textanzeigenformat aber dennoch angestrebt werden. Quelle: ETA Migration Check von Martin Röttgerding: https://www.internetkapitaene.de/2017/02/13/neues-adwords-skript-eta-umstellung-auswerten/
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